Wir haben heute wieder ein formidables, köstliches Frühstück genossen. wir haben uns gut mit unseren englischen Tischnachbarn unterhalten, man tauscht sich aus, tauscht Unterkünfte aus und empfiehlt Routen.
So kamen wir zu einem Unterkunftstip in Swaziland, erfuhren von Tripadvisor und sie schwärmte von dem Film und Buch ” The help”. Es geht dabei um schwarze Nannys, insbesondere in Tennessee, wo viele schwarze Frauen ihre Kinder allein zuhause lassen um die Kinder der Weissen gross zu ziehen.
Hier in Südafrika könnte es ähnlich sein, in Cape vidal sahen wir auchnimmer eine schwarze nanny mit zwei weissen Kindern, die Eltern sah ich nie . Oskar einmal den Vater.
Um 9.30 Uhr war unser ” Schnurbo” gesattelt und gepackt und wir Start klar.
www.elephantcoastguesthouse.co.za
können wir wirklich nur empfehlen, eine wunderschöne Unterkunft, toller Service, lecker Frühstück.
Zuerst nach Mtubatuba
Myrtle die Managerin haben wir von unserem seltsamen Erlebnis in Mtubatuba gestern erzählt.
Sie erklärte es so: bei Mtubatuba gibt es ein riessiges township und es gibt Banden, die die Bewohner abpassen und ihnen alles Geld abnehmen.
Daher gehen alle am Montag, wenn sie Geld bekommen einkaufen, denn die Waren nehmen sie ihnen nicht ab. Wenn sie Geld im Haus aufbewahren wird eingebrochen. Es seien wirklich schlimme Zustände. In dem township gäbe es ein Krankenhaus, indem häufig freiwillige aus Holland arbeiten für ihre Tropenarztausbildung. Sie lebten in den Township in einem durch einen Elektrozaun gesicherten Gelände mit swimming- pool und tennisplatz. Aber es muss trotzdem ein hartes Leben sein. Manche Ärzte verbringen ein freies Wochenende hier bei ihr in St. Lucia.
Mit einer deutschen Ärztin und ihrem Partner, einem Studenten der für ein
Jahr in Stellenbosch, seinen Master macht, habe ich mich den einen Abend auch gut unterhalten.
Sie arbeitet für ein halbes Jahr an der staatlichen Uniklinik in Kapstadt. Sie sieht viele Krankheiten, die man in Deutschland nie sieht oder nie in einem solchen Stadium, sie kennt einiges nur aus den Lehrbüchern.
Sie darf und muss vielmehr machen als in der Schweiznoder Deutschland , da es mehr Ärzte gibt, ist aber immer jemand in Rufweite. Es wird sich vielmehr ausgetauscht über die Patienten.
Sie hat paradisiesche Arbeitszeiten von ca. 7 -8 Uhr morgens anfangen und je nach Dienst bis 14 oder 17. oo Uhr.
Die Arbeitsbedingungen sind schon ganz anders es gibt nur 8 Betten auf der Intensivstation, da wird dann schon sehr gesiebt, wer darf in solche ein Bett, bei wem lohnt es sich, wie alt sind die Patienten. Das ist dann schon hart solche Entscheidungen zu treffen und wenn dann ein Mensch eine Woche warten muss, kann es auch zu spät sein.
Fast alle Geräte sind angekettet, weil überall gestohlen wird. Alles unter Verschluss.
Jeder Arzt hat eine grosse Umhängetasche mit Fieberthermometer, Stetoskop, Blutdruckmessgerät, Stift…… und gibt nichts aus der Hand, jeder hat seine ” Praxis” dabei.
Viele Patienten haben keine krankenversicherung und in die Uniklinik kommen die schweren Fälle. Denn die meisten gehen erstmal nicht zum Arzt kuren selbst, dann zum Medizinmann, dann zu einem Arzt, dann in ein kleines Krankenhaus, wenn da nichts mehr geht Uniklinik.,
Von Stellenbosch, wo die beiden Leben sind beide begeistert, eine Studentenstadt 25 000 meinte er. Inzwischen bieten Weinfarmen auch Mountainbike trails an, dann müsse man 30 Rand pP und Tag zahlen und könne dort radeln. Die sei sehr modern und sehr gut ausgestattet, er sei positiv überrascht auch von den Computern und der Bibliothek. Aber die Verwaltung, Anträge und so sind aufwendig, viel Papierkram. Aber beide wirken begeistert von Land und Leute und gemiessen die Auslandserfahrung.
diese Begegnungen und Gespräche sind auch eine Bereicherung, auch wenn es nur kurze Berührungspunkte sind hinterlassen manche Spuren und wirken im Alltag nach. Ich schätze es sehr, bei dieser Art zu reisen, wir haben Rückzugsmöglickeiten, Zeisamkeit aber auch immer wieder gute Gespräche, Austausch und was zu lachen( Oskar schafft das auch gut auf englisch).
Wir wollten eigentlich einen Abstecher nach Richardsbay machen aber wir haben uns verfranst und sind im Kreis gefahren und es waremn immer Vororte und andere Orte angeschrieben. Dann sind wir doch wieder zurück auf die N2 Richtung Durban , es gibt ja noch viele Strände auf dem Weg.
Und wieder Forstwirtschaft im grossen Stil – Eukalyptuswälder in allen möglichen Grössen oder Alterstufen der Bäume. Lenard wir haben an dich gedacht.
Und an Dieter, Finn und Louis auch, als wir an den grössen Feldern vorbei fuhren, die mit kleinen Traktoren bewirtschaftet werden.
Wir haben noch an einem Strand station gemacht, es ist wieder hochsommerlich heiss( gefühlte 30-35 Grad). Aber die Brandung und die Kraft der Wellen ist respekt einflössend, also nur eine Abkühlung für die Füsse.
Und Gudrun geht natürlich wie könnte es anders sein, auf Schatzsuche und findet ein paar Muscheln und geschliffene Glasscherben. Hier gibt es anscheinend mehr, wie in St. Lucia.
Gegen 13 Uhr kamen wir im Dolphin Coast Inn Drifters an.
Umdloti ist ein kleiner Küstenort ca 17 Km nördlich von Durban.
Es gibt einige grössere Appartment Anlagen und einige B&B oder guesthäuser.
UNseres liegt fast am Ende des Ortes die Strasse endet in einer Sackgasse.
Dadurch sehr ruhig, kein Durchgangsverkehr.
Das Drifters ist fast leer, so haben wir die Auswahl.
Wir entscheiden uns für das Eckzimmer im obersten Stock für die Aussicht, nehmen wir das Treppensteigen in Kauf und sehenes als Teil unseres Fitnessprogramms.
Schon vom Parkplatz führen über 30 Stufen bis zur Lobby, Frühstücksraum, und dann geht es noch mal zwei Stockwerke nach oben.
Das B & B ist sehr einfach gehalten mit einfachen, offenen Holzregalen, sicherlich eher etwas für unkomplizierte Reisende, aber die Aussicht ist herrlich, man schaut direkt aufs mehr und den endlosen Strand.
Der Gastgeber ist sehr freundlich und hilfsbereit, er macht echt einen guten Job und alles ist sehr sauber. Uns gefällt’s die Lage ist traumhaft. Ein Kühlschrank im Zimmer vermissen wir. Aber es gibt eine Bar und kalte Getränke unten, man trägt sich ganz unkonvetionell in eine Liste ein und zahlt am Ende.
Wir fahren noch in das grosse shoppingcenter, man kann es auch mall nennen Greengate, es ist nur zwei Ausfahrten weiter. Whow was für ein Schock ist da nach zwei Wochen Wildnis dieser Verkehr, so viele Autos.
Und auch die vielen, vielen Geschäfte eine Glitzerwelt. Wir sind zuerst zum Vodacom shop und haben Datenvolumen gekauft und aktiviert.
Oskar hat gemütlich einen Kaffe getrunken und ich bin auf Erkundungstour. Es gab schöne Einrichtungsläden, aber nichts Koffertaugliches.
Dann bin ich bei exclusiv books hängen geblieben, im Bücherparadies. Da habe ich natürlich was gefunden, besser gesagt vieles. Aber eins gekauft: Yann Arthus-Bertrand, Being a Photographer, dem Photograph, der die schönen Bücher, die Erde von oben , veröffentlicht hat.
Dieses Buch ist über sein Leben und seine Arbeit, gespickt mit vielen tollen Photos und ihren Geschichten. Unteranderem hat er drei Jahr mit Löwen gearbeitet, hat immer wieder George Adamson, den mit dem schielenden Löwen ” Clarence” besucht. Ich kann mich noch an meine Begeisterung und mein Interesse, als Kind für die Löwin Joy etc erinnern. Ihr euch auch?
Wir trinken noch einen sehr leckeren Cappucino und freuen uns auf unser Zimmer mit Aussicht.
Am ersten Abend laufen wir in den Ort bis zum Kreisel vor, zieht sich sind mindestens zwei Kilometer. In alzu hungrigem Zustand nicht zu empfehlen, denn man muss aufs Essen warten.
Die bush tavern ist ein super Tipp. Es gibt gutes und reichliches Essen für gute Preise, war eine Empfehlung von unserem Gastgeber.
Ich habe Prawns und Calamares gegessen. Oskar nahm einen bush burger dazu noch einen Greek salad, so lecker wir schmausen.
es war noch life musik, super Musik all die Hits mit Gitarre und guter Stimme, dazu draussen sitzen und den Wellen lauschen, was will man mehr. Wir geniessen es sehr, zumal wir über die minus Grade in Deutschland informiert wurden.
Danach einen Verdauungsspaziergang zurück ins Drifters mit Taschenlampe.
Den Abend auf dem Balkon ausklingen lassen mit Blick auf das grosse, weite Meer und den Lichtern, der Tanker und Schiffe die von oder nach Durban kommen.